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Sowilo - von strahlender Lebenskraft und egozentrischer Grausamkeit

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  Das Runenzeichen Sowilo – Sonne. Nur Weniges triggert uns in unserer Kultur mehr als unser schatten- und schambehaftetes Erbe einer grausamen Gewaltherrschaft. Beispielhaft für den egozentrischen Missbrauch der Lebenskraft, der Magie, der Freiheit und überhaupt aller Werte des menschlichen Daseins. Noch immer wird geschwiegen, und vor lauter Angst gleich die ganze Sowilo in die rechte Ecke platziert. Das ist aber nicht das Erste und einzige Beispiel für den Mißbrauch von Ego und Macht, es ist lediglich eines der Jüngsten und noch mitten unter uns. Gewaltherrschaft, Machtmissbrauch, übermäßiger Sonnenkult, die egozentrische Betonung einiger weniger Menschen, die glauben, über Leben und Tod und Schicksal anderer Menschen entscheiden zu können – das ist so alt wie die Menschheit selbst. Wie viele alte Hochkulturen und Sonnenkulte sind an ihrem Höhepunkt zerfallen, verbrannt. Als der Sonnenkult zum Egokult, zum Blutrausch wurde. Als die strahlende Kraft zur schwarzen Sonne wurde. Berausc

Die dunkle Nacht der Seele und die Qual der Heilung

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  Wir sprechen so gerne von guten Dingen, wie gut es uns geht, wie gesegnet wir sind, was wir erreicht haben, nicht aber über das Scheitern. Auch scheitern kann Mut machen, wieder aufzustehen und weiter zu gehen. Wir schweigen über unseren innersten Schmerz, ein Schmerz der kaum zu beschreiben ist. Bloß keine Schwäche zeigen, denn dann liefern wir uns aus. Doch auch der Schmerz möchte gesehen werden. Und gerade in der dunklen Nacht der Seele, wo tiefe Trauer über die Dramen des Lebens sich Gehör verschaffen sind wir Mensch. Hoffnung und Schmerz, Liebe und Hass, so nah beinander. Wenn die Last auf unseren Schultern kaum mehr zu tragen ist. Ein Meer voller Tränen, weil wir den qualvollen Weg der Heilung gehen. Heilung von der Wut, der Trauer, der Traumen, den dunklen Verträgen die aus Verzweiflung geschlossen wurden, die seit Generationen darauf warten, erlöst zu werden. Auch der Tod ist ein großartiger Lehrer. Es hat mich Überwindung gekostet, Auge in Auge mit ihm zu arbeiten und mich v

Schatten der Vergangenheit

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Die Landschaft ist traumhaft. Die Idylle von Wald, Fels und See erhebt sich trügerisch über die Schatten unserer Vergangenheit. Das große Schweigen. Scham und Schuld liegen schwer auf den Schultern der Kriegskinder, -enkel und Nachkriegskinder. Uns. Über Generationen weiter gegeben. Hier an diesem wundervollen Platz im Erzgebirge wurden 1945 21 KZ Häftlinge ermordet. Ein paar von Millionen anderer. Sie sind völlig sinnlos gestorben für die grausamen Ideale eines Psychopathen. Ein Mahnmal. Nein, kein neues Opferdrama, kein Wegreden, kein Gutheißen. Ein Hinsehen. Schweigen brechen. Nicht vergessen. Szenen die sich nicht wiederholen dürfen. Niemals! Wir können das nicht rückgängig machen aber vielleicht können wir die Vergangenheit Vergangenheit sein lassen und es besser machen. Mögen eure Seelen Frieden finden. Die jüngsten Ereignisse unserer Zeit nehmen den bitteren Geschmack der Vergangenheit wieder auf. Es braucht in Zukunft viele Menschen, Querdenker, Andersdenkende. Für

Stille und Urklang

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Ich liege da auf dem Laubbett des Waldes, über mir das schützende Blätterdach stattlicher Buchen. Im tiefen Vertrauen sinke ich tiefer und tiefer  in die Geborgenheit der Erdmutter. Sille umfängt mich wie eine sanfte Freundin und dringt in die Tiefe der Seele, dort wo der eigene Urklang durch den Lärm dieser Welt nahezu unhörbar geworden ist. Durstig sauge ich den Klang der Stille in mich auf. Die Welt ist laut geworden, zu laut nach meinem Geschmack. Umso wichtiger und wertvoller sind diese Momente der Stille, weil sie selten geworden sind.  Und dabei eröffnet sie uns an der Schwelle zum Nichts die ganze Fülle des Seins, wenn wir dem leisen Urklang unserer Seele wieder zuhören lernen. ©Yvonne Wildnatur www.yvonne-wildnatur.de

Du bist Urkraft

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  … Du selbst bist die Wasser dieser Erde. Sie fließen in Dich hinein, durch Dich hindurch, aus Dir wieder heraus. … Du selbst bist Erde und ihre Elemente. Aus ihr geboren, aus ihr geformt, zu ihr zurück gehend. … Du selbst bist Luft und die Winde. Der Odem des Lebens, der Sturm und die sanfte Brise. … Du selbst bist der Funke der zum Seelenfeuer wird. Tanzt, liebt und auch verbrennt. … Du selbst bist die wilden Urkräfte dieses Planeten. Erinnere Dich. Sie leben in Dir, nicht nur um Dich herum. … Du bist nicht getrennt von Mutter Erde. Alles was Du ihr tust, tust Du auch Dir selbst, verbunden im großen Gewebe des Lebens. Gaia. Share it. www.yvonne-wildnatur.de

Die Eibe singt das uralte Lied…

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vom ewigen Tanz zwischen Schatten und Licht. Von der Dunkelheit, die das Licht in sich trägt und gebiert. Vom lebendigen Licht, welches sich im geborgenen Schoß der Dunkelheit vom strahlen erholt, um wieder mit neuer Kraft zu leuchten. Die Eibe singt das uralte Lied… Von der Kraft, sich aus sich selbst zu erneuern und dadurch ewig jung zu bleiben. Die Eibe singt das uralte Lied… Von der Fähigkeit, sich von jedem noch so kleinen Funken an Licht zu nähren. Im Schatten langsam aber stetig zu wachsen, und so alt und weise zu werden. Die Eibe singt das uralte Lied… Vom ewigen Leben und vom Lehrmeister Tod, der uns den Wert des Lebens lehrt. Wenn du einmal den Geschmack des Todes gekostet hast, wirst du wissen, daß jedes Leben etwas Besonderes ist. So verneige Dich vor dem Leben, und der Kraft Deiner Selbst und wisse, das auch dieses Leben gelebt werden muss, mit den Fähigkeiten, die es dir geschenkt hat. Süßer Ambrosia, Nektar der Götter, Quelle der Weisheit, Glanz ewiger Jugend. Schwelle z

Hüter der Quelle und Fels in der Brandung

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Die Wirren und Ärgernisse der Zeit ziehen mich nach Hause, in unsere ursprüngliche Natur. Die Grünkraft empfängt mein Wesen und wandelt Ärger in Poesie. So sitze ich hier und im sanften Rhythmus lasse ich mich in die Seele des Ortes hineingleiten. Ich reise durch die Zeit. Menschen kommen und gehen, erklimmen den Fels und verlassen ihn wieder, ich reise weiter in die Zeit des Weltkrieges, Granaten regnen durch das Waldgebiet. Aber ich  sitze hier, unbeteiligt von den Geschehnissen der Zeit. Im Vertrauen, wissend um die eigene Kraft, die Quelle in meinem Inneren zu hüten. Diese Quelle sprudelt weiter und wir müssen nichts weiter tun, außer ihr die Chance schenken, von der Dunkelheit ins Licht zu fließen. (c)  Yvonne Wildnatur www.yvonne-wildnatur.de